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Donnerstag, 25. September 2014

Ankündigung: Vorläufige Aussetzung von Rote Nebel

Hallo liebe Leserschaft,

aufgrund eines technischen Problems (defekte Festplatte und kein ausreichendes Backup) stelle ich die Weiterarbeit an Rote Nebel vorläufig ein, bis ich eine (kostenintensive) Datenrettung durchgeführt habe. Auf dem Speichermedium waren bereits einige neue Episoden verfasst und ich möchte sie nur ungerne erneut schreiben müssen, da das vermutlich vieles verändern würde. Ich werde nun regelmäßiger Backups anlegen, diese Lektion habe ich gelernt. Ich hoffe die Daten lassen sich retten, ansonsten werde ich die betroffenen Episoden neu schreiben müssen.


Düst're Grüße,

Lupus Terre

Freitag, 6. Juni 2014

Rote Nebel - Episode 14 - Scheideweg

Nach viel zu langer Zeit kommt hier endlich mal wieder eine weitere Episode. Mit etwas Glück erscheint auch nächste Woche die nächste.

Vollbilddarstellung.


Viel Vergnügen beim Lesen!

Lupus Terre



Samstag, 10. Mai 2014

Ankündigung: Rote Nebel - Es kommt, wenn es kommt!

Hallo verehrte Leserinnen und Leser,

irgendwas scheint wohl immer dazwischen zu kommen. Entweder ein technisches Problem, oder gesundheitliche Probleme, oder ich habe schlichtweg keine Zeit, oder Inspiration. Der Zeitmangel ist der vorrangige Grund, da ich derzeit ziemlich ausgelastet bin. Es bedauert mich daher ankündigen zu müssen, dass ich die vorgegebenen Termine wahrscheinlich nicht 100%-ig einhalten können werde.

Ich werde mich dennoch bemühen die Inspiration in der mir frei zur Verfügung stehenden Zeit zu suchen, um möglichst jäh die fehlenden Geschichten nachtragen zu können.

Wenn ich Geschichten veröffentliche, wird dies vermutlich auch wieder Freitag-Abends der Fall sein. Welcher Freitag genau, kann ich aber leider nicht prognostizieren.

Ich hoffe es ist verschmerzbar.


Düst're Grüße,

Lupus Terre



Mittwoch, 23. April 2014

Ankündigung: Rote Nebel - erneuter Verzug

Verehrte Leserinnen und Leser,

da ich unerwartet mit einem ziemlich kniffligen technischen Problem zu kämpfen hatte, war es mir leider nicht möglich die geplanten Episoden zu veröffentlichen.

Das Problem ist nun jedoch gelöst und ich werde mich bemühen zur Kompensation jeden Freitag zwei Episoden zu veröffentlichen, bis wieder alles nach Plan läuft.


Düst're Grüße,

Lupus Terre



Freitag, 28. März 2014

Rote Nebel - Episode 13 - Fährte

Wieder im Zeitplan, kommt hier Episode 13: Fährte.

Vollbildmodus.


Viel Vergnügen beim Lesen!

Lupus Terre


Freitag, 21. März 2014

Rote Nebel - Episode 11 - Zweifel & Episode 12 - Phagozytose

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich bitte die Verzögerung zu entschuldigen, ich hatte zu viel um die Ohren und keine Zeit & Inspiration zum Schreiben gefunden. Doch hier sind sie nun: Episode 11 & 12.
Während die erste der beiden mit zwei Seiten recht kurz und überschaulich ist, darf man sich bei der anderen Episode auf etwa sechs Seiten gefasst machen, welche gemäß meiner Planung sozusagen die Schnittstelle zwischen dem ersten Teil (der Einleitung) und dem Hauptteil der Serie darstellen.
Man darf sich v.a. in Episode 12 darauf vorbereiten, dass die Handlung wieder intensiver wird. Deutlich intensiver, würde ich sogar behaupten. Aber nun denn, genug der Vorrede und viel Vergnügen nun beim Lesen!

Lupus Terre


Episode 11: Zweifel

Vollbilddarstellung.






Episode 12: Phagozytose

Vollbilddarstellung.


Freitag, 14. März 2014

Ankündigung: Rote Nebel Episode 11 verschiebt sich

Hallo liebe Leser/innen,

leider ist es mir aus zeitorganisatorischen Gründen nicht möglich gewesen Episode 11 rechtzeitig fertig zu schreiben. Deswegen wird die für heute geplante Episode wieder mal um eine Woche verschoben. Zur Kompensation wird es nächste Woche wieder eine Doppelausgabe geben.

Lupus Terre

Freitag, 7. März 2014

Rote Nebel - Episode 9 - Feuerschatten & Episode 10 - Der rote Kuss

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nachdem ich letzte Woche aus Zeitgründen leider nicht dazu gekommen bin, die geplante Episode zu veröffentlichen, gibt es heute zur Wiedergutmachung gleich zwei Epsioden. Die, die für letzten Freitag geplant war, und die Episode, die für heute angedacht war.

Zuerst Episode 9: Feuerschatten

Vollbildvariante




Und Episode 10: Der rote Kuss

Vollbildvariante




Viel Vergnügen beim Lesen!

Lupus Terre


Freitag, 21. Februar 2014

Rote Nebel - Episode 8 - Ohne Vergnügen

Hallo Leserinnen und Leser,

wie gewohnt die nächste Episode von Rote Nebel. Diese ist sogar noch ein bisschen länger als die letzte Episode.

Zur: Vollbilddarstellung.


Viel Vergnügen beim Lesen!

Lupus Terre


Freitag, 14. Februar 2014

Rote Nebel - Episode 7 - Warmes Licht

Seid gegrüßt Leserinnen und Leser,

die heutige Episode ist mit 4 Seiten die bislang längste. Sie handelt von der erstmaligen Begegnung Tareks und Alexis'. Doch auf welche Art und Weise, erfahrt ihr, wenn ihr die Geschichte lest.

Vollbildversion.


Also viel Vergnügen!

Lupus Terre



Freitag, 7. Februar 2014

Rote Nebel - Episode 6 - Die Oper

Hallo liebe Leserschaft!

Wie gewohnt die nächste Episode der Kurzgeschichtenserie Rote Nebel.

Zur Vollbilddarstellung.


Viel Vergnügen beim Lesen!

Lupus Terre



Freitag, 31. Januar 2014

Rote Nebel - Episode 5 - Das Bordell

Hallo liebe/r Leser/in,

nun die fünfte Episode der Kurzgeschichtenserie Rote Nebel.

Zur Vollbilddarstellung.


Viel Vergnügen beim Lesen!

Lupus Terre



Freitag, 24. Januar 2014

Rote Nebel - Episode 4 - Der Hafen

Hallo liebe/r Leser/in!

hier ist wie geplant die vierte Episode.

Ohne große Vorreden überlasse ich euch dem Lesen.

Zur Vollbildvariante.


Viel Vergnügen!

Lupus Terre



Freitag, 17. Januar 2014

Rote Nebel - Episode 3 - Gustav

Hallo liebe/r Leser/in!

Hier ist die dritte Episode der Serie aus Kurzgeschichten Rote Nebel!

In den ersten beiden Episoden, wurden euch zwei Charaktere vorgestellt: Tarek, der Auftragskiller auf Rachefeldzug und Alex, die sich aus der Not des Überlebens in die Prostitution begeben hat, dort aber eines Tages heraus will.

In dieser Episode werdet ihr den dritten Hauptcharakter kennen lernen: Gustav. Einen Geschmack davon, welche Rolle er in der Welt von Tarek und Alexis einnehmen wird, werdet ihr nun erfahren können.

Wie gewohnt kommt die nächste Episode bereits wieder nächste Woche Freitag um 2000 Uhr.

Mal ganz nebenbei: Auf der Übersichtsseite könnt ihr sehen, wie viele Episoden noch kommen werden. Ich habe meine Planung fertig gestellt und es wird sich auf 36 Episoden belaufen. Das bedeutet: bis zum 5ten September werdet ihr jeden Freitag ein weiteres Puzzleteil des Gesamtwerkes lesen können. Und die meisten sind noch gar nicht geschrieben! Ihr erhaltet hier einen sehr exklusiven Blick auf sehr frühe und nahezu kaum überarbeitete Versionen. Fast so, wie sie in den ersten Zeiten geschrieben wurden, kommen sie hierher. Deswegen kann es sein, dass sprachliche, oder inhaltliche Fehler auftreten, die mir gar nicht aufgefallen sind. Wenn ihr welche findet: zögert nicht, mich darauf hinzuweisen!

Und ich muss mich ranhalten, um in meinem Zeitplan zu bleiben. :-°


Nun aber zu Gustav!

Zur Vollbildvariante bei Darstellungsproblemen


Viel Vergnügen!

Lupus Terre


Freitag, 10. Januar 2014

Rote Nebel - Episode 2 - Alexis

Hallo liebe/r Leser/in!

Die zweite Episode der Serie aus Kurzgeschichten Rote Nebel ist nun verfügbar zum lesen!

Nachdem ihr in der ersten Episode Tarek erstmals ein wenig kennen lernen durftet und einen ersten Eindruck der Kurzgeschichtenserie erhalten habt, werdet ihr nun von jemandem namens Alexis lesen können.
Mich interessiert an dieser Stelle wie sich euer Eindruck verändert und wie eure Meinung zu dieser Serie ist. Dafür könnt ihr - wie bei jedem Post eigentlich - die Kommentarfunktion benutzen, oder mir alternativ auch jederzeit mailen. (Und die, die Bescheid wissen, können mich auch anders kontaktieren ;) )

Die nächste Episode folgt wieder planmäßig nächste Woche Freitag um 20 Uhr abends.

Zur Vollbildvariante bei Darstellungsproblemen


Viel Vergnügen!

Lupus Terre


Freitag, 3. Januar 2014

Rote Nebel - Episode 1 - Tarek

Hallo liebe/r Leser/in!

Ich habe es angekündigt und ich halte mich daran: Hier ist die erste Episode der Serie aus Kurzgeschichten Rote Nebel zu lesen!

Da ich nichts vorweg greifen will überlasse ich euch direkt mal dem Lesen.
Die nächste Episode folgt nächste Woche Freitag um diese Zeit.

Falls es zu Darstellungsproblemen kommt, kann man über folgenden Link die Vollbildvariante lesen: Rote Nebel -- 1 - Tarek


Viel Vergnügen!

Lupus Terre


Ankündigung: Start der Kurzgeschichtenserie "Rote Nebel"

Hallo verehrte Leserinnen und Leser meines kleinen schriftstellerischen Blogs,

im Rahmen einiger Vorbereitungen für zwei Werke, welche in (hoffentlich absehbarer) Zeit kommerziell von mir veröffentlicht werden (ja, das heißt ich gehe endlich mal mit meinem Schreibkram zu einem Verlag (bzw. bin gegangen) und lasse das in die Welt verbreiten und zu Geld machen), habe ich eine kleine Serie aus Kurzgeschichten angefangen zu schreiben, welche ich Rote Nebel getauft habe.

Die Kurzgeschichten umfassen bisher jeweils ungefähr zwei Seiten und ich habe vor pro Kurzgeschichte auch nicht mehr als 6, maximalst 10, Seiten zustande kommen zu lassen, also eher bei den 2 bis 3 Seiten zu bleiben.
Pro Woche soll jeweils eine Kurzgeschichte hier auf diesem Blog veröffentlicht werden. Sie sollen jeweils Freitags gegen 20:00 Uhr abends zur Verfügung stehen. Zu den jeweiligen Zeiten werde ich auch immer einen Blogpost mit entsprechenden Verweisen online schalten, sodass ihr nichts verpasst.

Der bisherige Stand wird ansonsten über die Geschichten-Sektion meines Blogs aufrufbar sein. Dort seht ihr auch die noch kommenden (und sich in Arbeit befindenden) Episoden der Serie.

Alle weiteren Infos findet ihr unter anderem auf der Übersichtsseite zu Rote Nebel und ansonsten bei den entsprechenden Posts.
Bitte vergesst nicht meine Urheberrechte zu respektieren. Diesbezüglich habe ich einige Worte auf der Hauptseite der Geschichtensektion geschrieben. Es werden aber auch bald einheitliche Nutzungsbedingungen, sowie ein Haftungsausschluss diesem Blog hinzugefügt.

Die erste Episode wird also heute Abend um 20 Uhr online sein!

Also dann bleibt mir nicht mehr zu sagen, als dass ich hoffe meinen Zeitplan einhalten zu können, und ihr ein tolles Lesevergnügen haben werdet! ;-)



gez.
Lupus Terre


Sonntag, 27. November 2011

Die Geschichten-Sektion startet


Hallo liebe Leserin und Hallo lieber Leser,

soeben habe ich eine neue Sektion auf diesem Blog eröffnet, in welcher ich meine fertigen Geschichten für euch zum Lesen zur Verfügung stelle. Ihr findet den Link dazu in der rechten Spalte auf diesem Blog.

Viel Vergnügen und größtmöglichen Genuss, sowie viele tiefere Gedanken wünsche ich euch.


Düstere Grüße,

Lupus Terre


Mittwoch, 3. August 2011

Menschen und Mücken

Er tanzte ausgiebig in dem Rausch, in dem er sich dank einer Vielzahl an Cocktails befand. Um ihn herum eine Masse an Menschen. Platz war Mangelware. Es klebte Haut an Haut. Von Oben betrachtet war es eine einzige bunte Mischung von vielen Frauen und Männern, die im großen Ganzen, bzw. aus weiterer Ferne betrachtet, eine graue Masse waren. Die Körpertemperatur, der Schweiß, die Hitze der Geräte und der warmen Sommernacht, sowie eine ekelhafte Mischung diverser Parfüme, Deos, sowie Kosmetika, ergab, besonders mit dem des Schweißes und des Alkohols, eine noch abscheulichere Atmosphäre. Doch die Masse kümmerte dies nicht. Und ihn, der ja Teil dieser Masse war, auch nicht. Sie alle zeigten Formen von Vergnügen. Sie lachten, tanzten, tranken und aßen, küssten sich und rieben ihre Körper aneinander.
Das war nicht alles.
Es war laut. Furchtbar laut. Da laute Geräusche im Hintergrund waren, die von den Menschen als "Musik" bezeichnet werden, und alle lachten, war es so laut, dass jeder, der versuchte zu reden, so laut redete als ob er versuchte den Lärm der anderen zu übertönen. Und da jeder dies tat, wurde es insgesamt noch lauter.
Doch auch das kümmerte ihn und die anderen nicht. Nein, nicht im Geringsten. Sie lachten, tanzten, tranken und aßen, küssten sich und rieben ihre Körper aneinander.
Er ging mit ihr nach Draußen, um ungestört zu sein, um nicht schreien zu müssen, um sich mit ihr zu unterhalten.
"Was für ein Abend!", sagte sie.
"Oh ja, wundervoll. So eine Menge Leute. Da müssen wir ja fliehen, um für uns zu sein.", sagte er.
Beide lachten.
Sie hatte einen Cocktail in der Hand, dessen Rot im vollen Mondlicht gut zu erkennen war. Danach lehnte sie sich mit ihrem Rücken an die hölzerne Brüstung, die hinter ihr war.
"Du bist wunderschön.", sagte er.
Sie grinste nur und drehte sich um. Als sie einen weiteren Schluck nehmen wollte, raubte er ihr Glas und trank es aus.
"Hey!", rief sie.
Er schüttelte sich und sagte voller Euphorie: "Köstlicher Cocktail. Rot. Rot wie die Liebe. Rot wie Blut. Rot wie die schönste Rose, die mir je begegnet ist. So schön, wie du es bist."
"Willst du mehr?", fragte sie mit einem frechen Ton in ihrer Stimme.
"Ja, ich will mehr. Ich will nicht nur sehen, ich will fühlen!", antwortete er ohne auch nur kurz zu zögern, um seine Worte zu wählen.
Ein erneutes Lächeln huschte über ihr Gesicht, alsdann sie ihn aufforderte: "Na dann folge mir!".
Sie begaben sich weit genug von dem Gebäude, aus dem dieser Lärm drang, fort, um sicher zu sein, dass sie niemand bei dem, was sie vorhatten, stören würde.
Sie waren von hochragenden Gebüschen umgeben und er stürzte sich auf sie. Er küsste sie leidenschaftlich. Sie rieben ihre Körper aneinander, ehe sie sich die Kleidung von den Körpern rissen und miteinander verschmolzen, für eine Weile jedenfalls.
Das Mondlicht schien auf sie. Und in jenem Mondlich tanzte ein Schwarm winziger Punkte.
Bei näherer Betrachtung konnte man ausmachen, dass es sich um Mücken handelte, die über den Köpfen der Menschen kreisten.
Auch sie tanzten. Sie tanzten im Mondlicht. Ihre Musik war der Wind, der sich in mäßigen Böen offenbarte. Auch die Mücken gerieten immer wieder aneinander. Bloß redeten sie nicht. Ihre Sprache war der Instinkt und das surrende Geräusch ihrer winzigen schlagenden Flügel.
Eine Mücke traf auf die andere. Auch diese Mücken verschmolzen miteinander, zeitweise, wie die Menschen unter ihnen. Bloß waren sie nicht so voller Scham darüber, als dass sie einen Ort aufsuchen würden, an dem die anderen sie nicht mitbekämen. Nein, sie gaben sich ganz ihrer Natur hin. Sie waren schlichtweg nicht fähig über ihr Dasein, das von den von der Natur gegebenen Instinkten kontrolliert wurde, nachzudenken. Die Menschen allerdings schon, doch sie taten es nicht, wie es sich zeigte. Denn auch die Menschen tanzten in Massen. Haut an Haut. Und auch sie gaben sich ihren Trieben fast vollkommen ungezügelt hin. Ganz wie der Schwarm von Mücken.
Unter dem Schwarm gesellte sich ein weiterer Ton der bereits bestehenden Kakofonie hinzu. Es war das Stöhnen von ihr und von ihm.
Die Wärme, die von dort aufstieg, zog eine Mücke besonders an, auch wenn sie so schon verwirrt durch die Wärme war, die von den Menschen erzeugt wurde und die Umwelt verpestete. Mit ihren Geräten trugen sie dazu bei, dass es immer wärmer und wärmer wurde. So warm, dass andere Wesen sterben mussten. Doch das kümmerte die Menschen nicht.
Die Mücke schwirrte hinunter, um näher heran zu kommen. Um sich eine Mahlzeit, ein Getränk, zu verschaffen. Der Schweiß, der von diesen Menschen, die für die Mücke als Wirte in Frage kamen, leitete den Weg der Mücke.
Sie setzte sich auf eine der freien und ungeschützten Flächen der blanken Haut von ihr und stach ihren Halm tief hinein. Sie saugte, nein sie trank, ihr Blut. Der Cocktail der Mücke, der ebenso rot war, wie der Cocktail, den er und sie zuvor hatten.
Das Stöhnen hörte auf und mit heftigen Atemzügen, deren Lautstärke für den Menschen unerheblich war, aber die Mücke zum Beben brachte, neigte er sich zurück und erblickte die Mücke auf ihr.
"Elende Mücke!", grölte er hinaus.
Sie sagte mit etwas Panik in ihrer Stimme: "Mach sie weg!"
Er beherzigte ihren Wunsch und schnippte die Mücke hinfort.
Was für den Menschen unerheblich war, hatte für dieses Wesen, das im Verhältnis zu dem Menschen ein kleines und zerbrechliches Lebewesen war, fatale Auswirkungen. Dieser Stoß war so stark, dass die Mücke zum Einen eine große Strecke hinfort geschleudert wurde, und zum Anderen daran starb.
"Tja tut mir ja Leid du mickriges Biest, aber durch dein parasitäres und primitives Verhalten musst du sterben. Du bist zum Sterben auserkoren. Du hast wegen diesem Verhalten keine Existenzberechtigung", in seiner Stimme kam das Mitleid nicht zum Ausdruck, wohl aber Sarkasmus.
Er lachte und brachte seinen Körper wieder näher mit ihr in Kontakt, wohl den Anschein erweckend, dass es ihn nicht kümmerte, soeben ein Leben ausgelöscht zu haben.

Auch du, Mensch, hast keine Existenzberechtigung aufgrund deines parasitären und primitiven Verhaltens. Auch du, Mensch, musst sterben und darfst nicht leben, denn du schadest bloß. Aber klar ist es dir nicht, wie es der Mücke nicht klar ist, dass sie dir geschadet hat. Denn zu primitiv seid ihr dafür. Spätestens wenn etwas im Verhältnis zu dir, Mensch, viel größeres kommt, wirst du zerquetscht, oder hinfortgeschnippt, wie du es mit der Mücke tust. Aber vermutlich wirst du, Mensch, dich selbst ausrotten und aussterben, so wie die Mücken aussterben würden, hätten sie alles, was Blut pumpt, ausgesaugt. Sie würden sich selbst vernichten und aussterben, denn es gäbe nichts, was sie stoppen könnte und etwas verändern können sie nicht, denn zu dumm sind sie dafür, zu primitiv, zu triebgesteuert.
Stirb, Mensch!
Oder verändere dich zum Besseren!


by
Lupus Terre
(DLNT)

Dienstag, 3. November 2009

An die Zeit gedacht

An die Zeit gedacht


Ich kam in den Raum. Ich kam in den großen weißen Raum. Ich erkannte das trübe Gesicht meines Lehrers.
Eine große Leere. Ein Blick auf die Uhr. Viertel vor Neun. Ich schaff das. Ich bin früh dran. Ich habe genug Zeit.
Die Stühle standen oben. Nur mein Lehrer war außer mir im Raum. Die grüne Tafel hinter ihm an der Wand.
So ruhig, so friedlich. Als ob die Zeit still stünde.
„Setz dich doch!“, sagte er. Also ging ich nach ganz vorn, wo sich sonst niemand hinsetzt. Dort  würde ich meine Ruhe haben. Dort könnte ich mich konzentrieren, isolieren von der Unruhe, dem Gehampel und dem zuflüstern.
So saß ich da. Ich schaffe das! Ich schaffe das! Ich schaffe das!
Ein erneuter Blick auf die Uhr. Acht Minuten bis es beginnen würde. Acht Minuten. Eine Unendlichkeit, wenn ich es richtig mache.
Die Anderen kamen nach und nach. Immer mehr. Immer lauter. Ein buntes Getummel mit lautem Gezwitscher. Mein Lehrer unbeeindruckt dort vorne am Pult stehend und irgendwelche Papiere durchgehend.
Zwei Minuten vor Neun. Er bat die Anderen um Ruhe und begann die Zettel auszuteilen.
Einfache Papiere, einfache, leblose, unreale dünne Dinge, die über meine Zukunft entschieden.
Ich darf es nicht verhauen. Nicht wieder!
Meine Hände klebten. Genässt von dem Schweiß. Genässt durch den Anblick der blanken Papiere vor mir auf meinem einsamen Tisch ganz vorne.
Der Lehrer sah auf seine Uhr. Dann sagte er: „Fangt an! Ich wünsche euch viel Glück!“.
Noch einmal ein kurzer Schwall von Geräuschen. Dann wieder Ruhe. Eine einsame, angenehme, aber gefährliche Ruhe.
Ich drehte das Papier um. Es klebte an meiner Hand. Wollte sich nicht loslösen. Wie ein Parasit, der mich mein gesamtes Leben verfolgt und sich niemals loslöst.
Er fiel dahin. Sank auf den Tisch hinab. Wollte er sich verabschieden? Verabschieden vom Versager? Und einen besseren Wirt suchen?
Ich ließ ihn nicht gehen. Sofort jagte ich hinterher.
Von diesem Papier hängt meine Zukunft ab. Meine Lebenszeit. Mit Glück hatte das nichts zu tun. Ich selbst, bin mein Glück, wenn ich es schaffe.
Viertel nach Neun. Verflucht! Schon wieder in Gedanken versunken. Nicht mehr viel Zeit. Ich muss es einfach schaffen.
Ich schaffe das! Ich schaffe das! Ich schaffe das!
Ich starrte auf das Papier. Hoffte dieses Durcheinander von Buchstaben würde mir etwas mitteilen. Doch ich wusste es teilt sich nicht mit. Ich muss die Botschaft heraus holen.
20 Minuten nach Neun. Und der Sekundenzeiger schritt weiter. Verdammt noch mal! Ich schaffe das nicht. Ich muss die Zeit nutzen!
Wo ist der zeitlose Moment hin?
Ich fuhr fort. Hoffte etwas verstanden zu haben. Dann blickte ich auf das blanke Papier, welches mit Linien versehen war, die wohl kein Ende nehmen wollten. Gewaltsam wurden sie abgetrennt. Ein Opfer des Papiers, wie ich.
Ich schaffe das! Ich muss mich beeilen, doch ich werde das schaffen. Ich werde mit der Zeit zurecht kommen!
Eine große Stille im Raum, wie in meinen Gedanken. Sie sagten nichts. Niemand. Ich bin derjenige, der handeln muss, ich bin der, der die Zeit nutzen muss. Sie wird nicht immer still stehen für mich.
Wie die Stille der Gedanken, wie das ausdruckslose Gesicht meines Lehrers, so leer war das Papier vor mir.
Es hatte sich verabschiedet, ich muss hinterher eilen.
Ich schaffe das! Ich schaffe das! Ich schaffe das! Ich komme mit der Zeit zurecht, nicht, wie früher!
Ein kurzer Blick auf die schwarz-weiße Uhr an der Wand. Zehn vor Zehn. Verdammt! Die Zeit, mein Feind, kennt meine Schwächen.
Noch zehn elende Minuten und ein leerer Bogen Papier.
Ich schaffe das! Na los, denke! Denke! Denke!
Ich zittere, Schweiß füllt statt Tinte das Papier.
Los! Ich kann das! Ich schaffe das! Ich komme mit der Zeit zurecht!
Plötzlich entreißen sich mir die Papiere. Ich blicke auf. Wenige Minuten nach Zehn. Mein Lehrer vor mir, mit dem ausdruckslosem Gesicht. Der Raum wieder leer. Nur ich und mein Lehrer sind im Raum.
So emotionsleer das Gesicht meines Lehrers, so leer der Raum, so leer von Farbe die Wände und die verfluchte Uhr, so leer ist das Papier.
Der Parasit hatte sich mir entrissen.
Ich habe es nicht geschafft. Ich habe wieder zu viel erwartet, als gegeben. Ich bin verloren in der Zeitlosigkeit. Dennoch, die Uhr tickt weiter.



By Lupus Terre (DLNT)